IU Workbook Sozialwirtschaft – 2. Beispiel mit Bewertungen und Tipps!

Zweites Beispiel Workbook zum IU Modul Sozialwirtschaft

Im IU Fernstudium Sozialmanagement kann das Modul IU Sozialwirtschaft (DLBSOSW01) mit einem Workbook abgeschlossen werden.

In diesem Beitrag stelle ich dir ein weiteres IU Sozialwirtschaft Workbook vor (Note 2,0). Wie immer mit Bewertungen und Hinweisen.

✅ Schaue dir unbedingt auch das erste IU Sozialwirtschaft Workbook Beispiel an.

Nutze diese Arbeit gerne als Unterstützung für Dein IU Fernstudium. Sei jedoch ehrlich zu dir und kopiere nichts. Kopieren würde zum Plagiat führen und deine Arbeit mit nicht bestanden bewertet.

Überblick zum IU Workbook:


Beachte: Folgend findest du nur die Antworten der einzelnen Aufgaben. Die Fragestellungen unterliegen dem Urheberrecht der IU und dürfen nicht veröffentlicht werden.


Beispiellösung Aufgabe 1

Workbookaufgabe 1a:

In der Struktur des Sozialrechts muss man das von der Orthopädin empfohlene progressiv-dynamische-neuromuskuläre Muskeltraining in den Leistungen zur Verhütung von Krankheiten und zur Vorsorge einordnen, da bei diesem Training eine mögliche Instabilität korrigiert und akuten Erkrankungen vorgebeugt werden kann. Es handelt sich hier demnach um ein Training, welches zur Vorsorge gezählt werden kann. Die folgenden Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung, welche sich über Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziert, werden im SGB V (Sozialgesetzbuch V) festgehalten:

  • Leistungen zur Verhütung von Krankheiten und zur Vorsorge (z.B. Schutzimpfungen),
  • Leistungen zur Früherkennung von Krankheiten (z.B. Krebserkrankungen),
  • Leistungen zur Behandlung von Krankheiten (z.B. ärztliche Behandlung)
  • Leistungen des persönlichen Budgets für Menschen mit Behinderung und Leistungen bei Schwangerschaft und Mutterschutz.

Workbookaufgabe 1b:

Innerhalb der Gruppe der Leistungsempfänger, welche Sozialleistungen beziehen, kann man nach Art und dem Umfang der Inanspruchnahme von Leistungen unterscheiden, und zwar in „Selbstzahler“, „Reziproke“ und „nicht Reziproke“.

Herr Müller müsste als Selbstzahler hauptsächlich selber für die Kosten der sozialen Dienstleistungen aufkommen (z.B. für die Inanspruchnahme eines ambulanten Pflegedienstes). Es wird in dieser Gruppierung nicht zwischen Steuer- bzw. Beitragszahler und Leistungsempfänger unterschieden, sondern es kommt zu einer Kosten-Nutzen-Abwägung direkt beim Leistungsempfänger. Es besteht ein übliches Kundenverhältnis und die Leistungen werden von der Krankenkasse nicht übernommen.

Würde Herr Müller zu den reziproken Leistungsempfänger zählen, bekäme er eine Sozialleistung zurück, da er durch Steuern und Beiträge in eine Versicherung eingezahlt hat. Bei einer Inanspruchnahme der Krankenkassen-, Pflege-, Arbeitslosenversicherungs-, Renten- oder Sozialhilfeleistungen wäre das beispielsweise der Fall. Da den Beiträgen bzw. Steuern eine Versicherungsleistung gegenübersteht, findet auch hier eine Abwägung von Interessen beim Leistungsempfänger statt. Um als reziproker Leistungsempfänger eingestuft zu werden und somit Sozialleistungen beziehen zu können, müsste Herr Müller über bereits eingezahlte Versicherungen verfügen.

Wäre Herr Müller z.B. ein Mensch mit einer Schwerstmehrfachbehinderung, ein Asylwerber oder ein Straffälliger würde er in die Gruppe der nicht reziproken Leistungsempfänger fallen. Hier fällt die Gruppe der Beitrags- und Steuerzahler und die Gruppe der Leistungsempfänger nicht zusammen. Die Steuern bzw. Beiträge wurden nicht selbst einbezahlt, sondern von der Gruppe der Steuer- und Beitragszahler solidarisch übernommen, da es keine direkte Gegenleistung gibt. Es erfolgt kein direkter Nutzen der Sozialleistung für das Individuum, dennoch ist die Abwägung von Interessen über die zu erwartenden Nebenerscheinung für die Gemeinschaft (höhere Sicherheit, Verbesserung des sozialen Klimas oder geringere Kosten im Vergleich zu einer alternativen Versorgung) höher zu bewerten.

Bemerkungen zur Aufgabe 1:

  • Kommentar zur Aufgabe 1a: „Bezug zur Fragestellung?“
  • Kommentar zur Aufgabe 1b: „Gut!

Bewertung der Aufgabe 1:

  • In Summe wurden 70% von 100% vergeben. In Worten bedeutet dies eine gute Umsetzung mit Schwächen in der Betrachtung.

Empfehlungen zur Aufgabe 1a:

  • Halte dich in deinen Antworten genau an die Vorgaben der Fragestellung.
  • Gehe immer auf die geforderten Punkte ein und vermeide Abschweifungen vom Thema.

Beispiellösung Aufgabe 2

Argumente für den Wettbewerb

Zusammenschlüsse:

Größere Organisationseinheiten werden seit der Intensivierung des Wettbewerbs im sozialwirtschaftlichen Bereich von den Einrichtungen und Diensten gebildet, dadurch finden sich neue Formen von Kooperationen und knappe finanzielle Ressourcen können effektiver und effizienter eingesetzt werden und die Konkurrenzfähigkeit bleibt aufrechterhalten. Durch Zusammenschlüsse und die dadurch entstehende größere Organisation kann eine flächendeckendere Versorgung erfolgen, Synergieeffekte entwickeln sich. Je größer die Organisation ist, desto leichter ist es sich gegenüber anderen Trägern durchzusetzen.

Netzwerkkooperationen:

Eine weitere Modernisierungstendenz, welche sich im Zuge des Wettbewerbs entwickelt, erkennt man beim Entstehen von Netzwerkkooperationen. Durch Netzwerkkooperationen können materielle und immaterielle Ressourcen, wie Zeit, Geld oder Rechte, gebündelt werden. Weiters können Kapazitäten verknüpft werden und Kosten gesenkt werden. Als Nachteil kann man hier die Notwendigkeit genauer Absprachen der beteiligten Organisationen, sowie die Herausforderung des Findens der richtigen Balance zwischen Eigeninteresse der Organisation und der Loyalität zu den Netzwerkpartnern, erwähnen.

Organisationsentwicklung:

Der Wettbewerb im Bereich der Sozialwirtschaft führt dazu, dass Einrichtungen und Dienste lernen müssen umzudenken, um konkurrenzfähig zu bleiben. Durch Organisationsentwicklungen finden Verbesserungen, Neujustierungen und Innovationen statt, bestehende Strukturen werden analysiert und gegebenenfalls neu aufgesetzt. Um diese Entwicklungen genauestens zu analysieren, wird eine wissenschaftlich fundierte Diagnose und Einschätzung vorausgesetzt. Diese bezieht auch organisationspsychologische und soziologische Erkenntnisse mit ein. Ziele sind unter anderem eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Produktivität der Organisation, sowie die Steigerung der Flexibilität, oder die Förderung der Bereitschaft zur Innovation.

Argumente gegen den Wettbewerb

Unattraktive Arbeitsbedingungen:

Ein weiteres Hauptziel ist die Verbesserung der Qualität der teilweise unattraktiven Arbeitsbedingungen. Die in der Organisation tätigen Personen sollen z.B. mehr Entfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten erhalten. Des Weiteren sind sie in ihrem Handlungs- und Entscheidungsspielraum, sowie bei der Mitwirkung an Beratungs- und Entscheidungsprozessen eingeschränkt.

Zunehmendes Spannungsverhältnis in der Personalpolitik:

Aufgrund des gesellschaftlichen und demografischen Wandels ist der soziale Sektor ein Wachstumsmarkt. Er wird mehr und mehr von der Gesellschaft wertgeschätzt, dennoch wird die soziale Arbeit schlecht bezahlt und das, obwohl die Komplexität der Anforderungen an die Mitarbeiter verhältnismäßig zunimmt. Auch dominieren Frauen die sozialen Berufe, weswegen sich die Einkommen häufig in den unteren Lohn- und Gehaltsgruppen befinden. Widersprüchliche Anforderungen steigern das Spannungsverhältnis. Die Kosten für Personal sollen unter dem Druck der Wettbewerbsbedingungen einerseits gesenkt werden, andererseits sollte gerade im sozialen Bereich auf engagierte und qualifizierte Mitarbeiter gesetzt werden.

Bemerkungen zur Aufgabe 2:

  • Kommentar: „sehr gut“

Bewertung der Aufgabe 2:

  • Die Aufgabe 2 wurde mit vollen 100% bewertet. Dies bedeutet, die Aufgabe wurde ausgezeichnet und ohne jede Schwäche in der Betrachtung umgesetzt.

Beispiellösung Aufgabe 3

Das Thema Wirkungsmessung an sozialen Projekten und Unternehmen steht immer wieder im Fokus. Nonprofit-Organisationen (NPO´s) und Social Entrepreneure versuchen vermehrt, die konkreten Wirkungen in ihren Systemen aufzuzeigen, anstatt der Leistungen und den entsprechenden KPI´s ¹.

Viele unterschiedliche Methoden der Wirkungsmessung können hier angewendet werden. Die bekannteste Kennzahl ist der Social Return on Investment (SROI), welcher zu den wirkungsbezogenen Kennzahlen (diese erfassen die Wirkung von Projekten und Maßnahmen) gezählt wird. Im Gegensatz zum Modell des „Return on Investment“ (ROI)² in der Betriebswirtschaft, welche die Rendite des investierten Gesamtkapital berechnet, indem man zwei Kennzahlen (Umsatzrentabilität und Kapitalumschlag) multipliziert, betrachtet der vom Robert Enterprise Development Fund entwickelte Ansatz die Ausgaben in sozialen Projekten als Investitionen. Erfasst wird, welche Kostensenkung und welchen Mehrwert das Projekt erreicht hat.

Auch weiche Aspekte werden neben den harten Zahlen (diese sind in der Regel leicht zu messen, wie z.B. Fehlzeiten oder Kapitalumschlag) berücksichtigt und es wird versucht diese in monetären Größen abzubilden. Zu den weichen Aspekten gehören z.B. die Steigerung des Humankapitals, die Erhöhung der individuellen Lebenszufriedenheit oder das subjektive Empfinden einer Verbesserung der öffentlichen Sicherheit. Die Quantifizierung entstandener Effekte in monetären Größen macht es möglich die Effizienz einer sozialen Maßnahme abzubilden.

Ein Beispiel:

In einem Asylheim werden vom Roten Kreuz ehrenamtliche Bürger gesucht, welche es sich zur Aufgabe machen sollen, einem Asylwerber als „Paten“ zur Seite zu stehen. Man hilft bei Behördenwegen, beim Deutsch lernen oder verbringt gemeinsame Zeit bei etwaigen Freizeitbeschäftigungen. Durch die Betreuung haben Asylwerber die Möglichkeit die Kultur und Sitten des neuen Landes kennen zu lernen, sie werden in ihrem Sozialverhalten gestärkt, die deutsche Sprache wird erlernt und durch die positive Beeinflussung und Unterstützung ihres Paten wird einer möglichen Neigung zur Kriminalität entgegengewirkt. Eine funktionierende Integration ist in diesem Fall nicht nur als Mehrwert für die Gesellschaft zu sehen. Auch der Staat profitiert von integrierten Asylwerbern, da sie, bei positiven Asylbescheid, auch höhere Chancen auf einen Einstieg in die Arbeitswelt haben, was wiederum Steuern und Beiträge erzeugt.

Um den SROI-Wert zu berechnen, werden die Wirkungen durch geeignete Indikatoren monetarisiert und dieser Output anschließend dem Input gegenübergestellt. Das Verhältnis zwischen allen Inputs und allen monetarisierten Impacts ist der SROI-Koeffizient (DJI, 2010).

Am Beispiel einer leerstehenden Immobilien für Asylheime würden die Eigentümer einen Mehrwert erzeugen, wenn der SROI > 1 ist (Ein SROI-Koeffizient von 1 bedeutet, dass jeder investierte Euro 1 Euro an Ertrag einbringt). Diese Einnahmen würden dann wiederum versteuert werden. Das sorgt für einen Rückfluss der investierten Gelder.


¹ KPI – Key Performance Indicators: Leistungskennzahlen in der Betriebswirtschaft
² ROI – Return on Investment: Kennzahlensystem


Bemerkungen zur Aufgabe 3:

  • Kommentar: „Aspekte fehlen!“

Bewertung der Aufgabe 3:

  • Aufgabe 3 bekam 70% von 100%.

Empfehlungen zur Aufgabe 3:

  • Versuche die geforderten Aspekte aus der Fragestellung tiefgründig zu beantworten.

✅ Schaue dir unbedingt auch das erste IU Sozialwirtschaft Workbook Beispiel an.

Beispiellösung Aufgabe 4

Workbookaufgabe 4a:

Mitte der 1990er-Jahre kam es durch die zunehmende Knappheit der öffentlichen Mittel zu einer Umstellung der Finanzierungsformen und Finanzierungsverfahren. So wurde die sogenannte Vollkostenrechnung (den Einrichtungen und Diensten wurden entsprechend ihrem Auslastungsgrad, die Personal- und Sachkosten im Nachhinein vollständig erstattet) durch das Prinzip der Leistungsentgelte abgelöst. Mit dem Leistungsträger müssen die Einrichtungen seither Leistungs- und Entgeltvereinbarungen treffen, damit sie die erbrachten Dienstleistungen refinanziert bekommen. Die Leistung muss in den Leistungsbeschreibungen hinsichtlich Art und Umfang, Personalausstattung und Qualitätskriterien genau beschrieben werden. Sie gelten dann als Grundlage für die Entgeltvereinbarungen, welche mit dem öffentlichen Kostenträger für einen Zeitraum verhandelt werden. Die Leistungsentgelte werden durch den Rechtsanspruch des Leistungsberechtigten begründet. So findet man im SGB XII den Grundsatz, dass die Kosten eines Anbieters nicht höher sein dürfen als bei ähnlichen Anbietern.

Beispiel aus der Kinder- und Jugendhilfe:

Im Falle einer Gründung eines Kinder- und Jugendheims würde dies heißen, dass sich der Geschäftsführer an den öffentlichen Kostenträger, welcher für den Abschluss einer Leistungs- und Entgeltvereinbarung zuständig ist (z.B. die Gemeinde) wenden muss. Es muss in den Leistungsvereinbarungen genau angeführt werden, welcher Personenkreis im Jugendheim aufgenommen werden soll (z.B. Kinder und Jugendliche von 10-18 Jahren) und welche Leistung im Jugendheim angeboten wird (z.B. Betreuung, Nachhilfe, Behördengänge). Ebenso muss eine Auskunft über die Qualifikation seiner Mitarbeiter (z.B. Sozialpädagogen) erfolgen und wie das Jugendheim die fachliche Qualität der Leistungen gewährleisten kann. Diese Inhalte dienen als Grundlage für die Verhandlung des Entgelts mit dem Kostenträger. Auf das Jugendheim fällt auch ein Investitionsrisiko zurück, da die Kostenträger auch die Investitionskostenfinanzierung umgestellt haben. Anfallende Investitionskosten z.B. für Gebäude und Anlagen werden nicht mehr objektbezogen über Zuschüsse finanziert, sondern über eine leistungsbezogene Investitionskostenpauschale abgeglichen oder in den Kostenersatz eingerechnet.

Workbookaufgabe 4b:

Das Risiko einer mangelhaften Auslastung wird mit entsprechenden Verträgen auf das Jugendheim übertragen. Da keine Bedarfsprüfung von Seiten des zuständigen Sozialhilfeträgers durchgeführt werden darf, erhält der Leistungserbringer auch keine Belegungsgarantie für seine Einrichtungen. Das Heim muss seine personellen und sächlichen Kapazitäten zur Verfügung stellen, um der Verpflichtung aus der Leistungsvereinbarung nachzukommen, bekommt aber nur eine Vergütung für die tatsächlichen Inanspruchnahme seiner angebotenen Leistung. (Reguvis, 2021). Daher trägt das Heim das wirtschaftliche Nutzungsrisiko, wenn z.B. zwei Klienten keine Hilfe mehr benötigen würden.

Bemerkungen zur Aufgabe 4:

  • Kommentar zur Aufgabe 4a: „Gut!
  • Kommentar zur Aufgabe 4b: „Gut!

Bewertung der Aufgabe 4:

  • Diese Aufgabe wurde mit 100% bewertet.

Beispiellösung Aufgabe 5

Workbookaufgabe 5a:

Entsprechend dem allgemeinen absatzbezogenen Marketingmix sind auch beim Personalmarketing Entscheidungen zu treffen. Um die öffentliche Akzeptanz für die Leistungen von sozialen Einrichtungen aufzubauen, kann man sich auch hier an die vier Maßnahmenbereiche des Marketings orientieren:

  • Produktpolitik (Formulierung eines bedürfnis- und marktgerechten Leistungsprogramms)
  • Preispolitik (absatzfördernde Gestaltung der Austauschbeziehungen)
  • Distributionspolitik (Gestaltung der Absatzwege)
  • Kommunikationspolitik (Instrumente der Individual- und Massenkommunikation)

Die Produktpolitik hat die Aufgabe ein Produkt erfolgreich zu vermarkten und muss entscheiden, welche Produkte angeboten werden sollen. Im Bereich des Personalmarketings geht es hierbei um das Unternehmen, welches im Zuge von Stellenausschreibungen als möglichst attraktiver Arbeitgeber dargestellt werden soll. Diese müssen sich hierbei am Kundennutzen (Bewerber) orientieren, da sich dieser von anderen Wettbewerbsangeboten abheben soll. Auch muss im Rahmen der Produktpolitik geklärt werden, wie viele unterschiedliche Produkte (Stellenbeschreibungen) ausgeschrieben werden sollen.

Die Lohngestaltung oder das Festlegen von Sozialleistungen fällt in den Bereich der Preispolitik. Auch die Möglichkeit einer Bezahlung von Zusatzleistungen (diese können das Bild eines Arbeitgebers erheblich aufwerten) werden in der Preispolitik festgelegt. Das ist vor allem für die Gewinnung des Personals von großer Bedeutung. Besonders erfolgreich ist die Rekrutierung des Personals, wenn das Unternehmen den Bewerbern leitungsorientiere Bezahlungsmodelle und eine Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung ermöglicht, damit Beruf und Familie besser miteinander zu vereinbaren sind (Index Agentur, 2021).

In der Distributionspolitik des Personalmarketings geht es nicht primär um den Arbeitsort, sondern um die freien Stellen im Unternehmen, welche mit geeigneten Zielkandidaten besetzt werden sollen. Dahingehend beschäftigt sich die Distributionspolitik vor allem mit der Frage, welche Bewerber angesprochen werden sollen. (Index Agentur, 2021)

In der Kommunikationspolitik kommt es vor allem auf die optimale Nutzung von geeigneter Kommunikationskanäle an. Personalbeschaffungswerbung und Personalimagewerbung sind Hauptaufgaben der Kommunikationspolitik. Zielgruppenspezifische Arbeitgeberbotschaften müssen aufbereitet werden um zu erreichen, dass nur Kandidaten erreicht werden, welche für den Arbeitgeber attraktiv sind.

Workbookaufgabe 5b:

Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Marketingstrategie ist eine optimale Abstimmung des Marketingmix, insofern ist es keine leichte Aufgabe einzuschätzen, welcher Ansatz am leichtesten und welcher am schwierigsten umzusetzen ist. Meine Einschätzung wäre aber, dass die Preispolitik am leichtesten zu realisieren ist. Eine Begründung dafür ist z.B., dass bei der Preisgestaltung wenig Spielraum zur Verfügung steht. Die Preise werden sehr stark vom Markt vorgegeben, unter anderem bei den Angeboten der Konkurrenz oder den gesetzlich geregelten Kollektivverträgen.

Als sehr wichtigen, aber schwieriger umzusetzenden Bestandteil im Personalmarketingmix schätze ich die Kommunikationspolitik ein. Die Promotion, welche das externe- und interne Kommunikationskonzept beschreibt und maßgeblich mit der Identität sowie Außenwirkung eines Unternehmens zusammenhängt, kann über verschiedenste Kanäle erfolgen. Diese gewinnen, nicht zuletzt wegen der fortschreitenden Digitalisierung, immer mehr an Bedeutung und das Unternehmen muss daher genau wissen, welche Kanäle es nutzen möchte und welche nicht. Arbeitgeberbotschaften müssen genauestens erarbeitet und an die anvisierten Zielgruppen kommuniziert werden. Die stetigen Veränderungen aus technischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen führen dazu, dass Unternehmen laufend mit wachsenden Anforderungen zu tun haben.

Bemerkungen zur Aufgabe 5:

  • Kommentar zur Aufgabe 5a: „Gut!
  • Kommentar zur Aufgabe 5b: „Gut!

Bewertung der Aufgabe 5:

  • Für diese Antwort wurden ebenfalls 100% vergeben.

Beispiellösung Aufgabe 6

In der neuen Institutionsökonomik, welche Analysen der Institutionen einbezieht, findet man verschiedene theoretische Ansätze. Einer dieser Ansätze ist der Property-Rights-Ansatz, welcher sich mit der Übertragung, Verteilung und Gestaltung der Verfügungsrechte (engl. „property rights“) auf ökonomische Beteiligte beschäftigt. Verfügungsrechte sind Eigentumsrechte bzw. eigentumsähnliche Rechte. Darunter fallen die Rechte, über die eigenen finanziellen Mittel und Handlungen verfügen zu können und Entscheidungen ohne dem Einfluss von Dritten treffen zu können.

Der Ansatz unterscheidet insgesamt vier Verfügungsrechte:

  • das Recht, ein Gut zu nutzen,
  • das Recht auf Veränderung des Guts in Form und Substanz,
  • das Recht, sich entstandene Gewinne anzueignen bzw. die Verluste zu tragen,
  • das Recht, ein Gut veräußern zu dürfen.

Die Verfügungsrechte können mehreren Beteiligten oder nur einer Person zustehen. Die Property-Rights-Theorie orientiert sich an der neoklassischen Theorie, welche die Wirtschaft hauptsächlich als System von Märkten darstellt und darauf basiert, dass Angebot und Nachfrage durch Güterpreise ins Gleichgewicht kommen. Sie realisiert jedoch die Existenz von Transaktionskosten und legt die Verhaltensannahmen der begrenzte Rationalität und des Opportunismus zugrunde. (Wirtschaftslexikon, 2020)

Probleme mit Verfügungsrechten können in der Sozialwirtschaft dann entstehen, wenn z.B. Einrichtungen und Dienste auf die Verwendung von Leistungen einer hilfesuchenden Person Einfluss ausüben können, oder die Spitzenverbandsebene Einfluss auf die Situation der Finanzierung des öffentlichen Sozialleistungsträgers nehmen kann.

Ein Beispiel aus der Immobilienbranche:

Meine Familie besitzt einige Eigentumswohnungen. In Bezug auf Bestandsimmobilien gestattet uns das Nutzungsrecht den Gebrauch von Wohnungen. Würden z.B. Renovierungen anfallen, ermöglicht das Veränderungsrecht den Eingriff in die Bausubstanz. Das Recht auf Gewinnerzielung erlaubt es, Wohnungen gewinnbringend zu vermieten oder Banken, Zinsen für ihre Geldanlagen einzunehmen. Das Verkaufsrecht würde es uns ermöglichen die Wohnung gewinnbringend zu veräußern.

Bemerkungen zur Aufgabe 6:

  • Kommentar: „Viele Aspekte fehlen!“

Bewertung der Aufgabe 6:

  • Aufgabe 6 bekam 70% von 100%.

Empfehlungen zur Aufgabe 6:

  • Versuche diese Aufgabe sehr tiefgründig zu beantworten.
  • Gehe vor allem beim Beispiel auf alle Punkte des ausgewählten Ansatzes ein.

Literaturverzeichnis

Literaturverzeichnis zum zweiten IU Sozialwirtschaft Workbook Beispiel


Formatierung des Workbooks IU Sozialwirtschaft

Die formale und schriftliche Ausarbeitung des Workbooks wird mit 10% gewichtet.

Unser Beispiel wurde hier mit 80% von 100% bewertet.

  • Kommentar: keiner

Leider gibt es zur formalen Ausarbeitung keine separaten Anmerkungen.

Meine persönliche Einschätzung ist, dass möglicherweise folgende Probleme zum Punktabzug führten:

  • Das Literaturverzeichnis entspricht nicht zu 100% den IU Vorgaben.
  • Aufgabe 5 überschreitet mit ca. 3850 Zeichen den geforderten Umfang von 1500 – 3000 Zeichen.

Ob diese beiden Punkte wirklich zum Punktabzug geführt haben, kann ich abschließend leider nicht sicher sagen.

✅ Tipps zum Formatieren findest du im anderen IU Sozialwirtschaft Workbook.


Bewertung des Beispiel Workbooks

Das Workbook zum IU Modul Sozialwirtschaft wird lektionsweise mit prozentualen Punkten bewertet (in Summe zwischen 0% und 100%).

  • Kriterium (Gewichtung): erreichter Wert
  • Lektion 1 (15%): 70%
  • Lektion 2(15%): 100%
  • Lektion 3 (15%): 70%
  • Lektion 4 (15%): 100%
  • Lektion 5 (15%): 100%
  • Lektion 6 (15%): 70%
  • Formalia (10%): 80%

Unser Beispiel Workbook erreichte in Summe 84 von 100 Punkten, was laut dem IU Notenschlüssel der Note 2,0 bzw. gut entspricht.


Fazit zum Workbook IU Sozialwirtschaft

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unsere Kommilitonin aus dem IU Fernstudium Sozialmanagement. Nur durch ihre Hilfe konnte dieser wertvolle Beitrag entstehen.

✅ Informiere dich auch im anderen IU Sozialwirtschaft Workbook Beispiel.

Zusammenhalt und Austausch zwischen Kommiliton:innen ist gerade im IU Fernstudium extrem wichtig.

Achte bei der Ausarbeitung immer auf die exakte Fragestellung und gehe auf alle darin enthaltenen Punkte ein. Wichtig ist dabei die genaue Einhaltung der Signalwörter. Lese dir bitte folgenden Beitrag durch, „Bedeutung und Anwendung von Operatoren – nennen, erklären, erläutern, beschreiben,…“.

Inspiriere dich nun an diesem Beispiel Workbook und berücksichtige die Kommentare des Korrektors.

Lass uns bitte in den Kommentaren wissen, wo du bei der Ausarbeitung auf Schwierigkeiten gestoßen bist. Oder schreibe uns deine Erfahrungen und Hinweise zu diesem Workbook.

An dieser Stelle empfehle ich dir noch meinen Beitrag – Deckblatt für Hausarbeiten erstellen.

Zudem findest du auf meinem Blog noch weitere IU Hausarbeiten.

Ich hoffe, du konntest ein paar Tipps mitnehmen und wir dir dein IU Fernstudium ein wenig erleichtern.

Gib meinem Blog als Dankeschön doch bitte einen 👍 bei Facebook.

Schon mal vielen Dank für deine Unterstützung 🙏

Du bist noch kein Student*in im IU Fernstudium? Dann beachte unbedingt folgende Links:

Abschließend wünsche ich dir viel Erfolg beim Erstellen deines IU Workbooks.

Liebe Grüße

Michael – IU Fernstudent


P.S. Du bist Student*in im IU Fernstudium und möchtest auch deinen persönlichen IU Erfahrungen teilen? Dann würde ich mich freuen, wenn du dich per E-Mail bei mir meldest.

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