Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker (2022) –  Alles über die Techniker Ausbildung

Techniker Ausbildung: Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker machen - Tipps, Erfahrungen, Infos

Du willst den Techniker machen oder suchst praxisnahe Informationen über die Techniker Ausbildung?

Dann bist du hier genau richtig.

In diesem Blogbeitrag erkläre ich dir die Details und Stolpersteine rund um die Techniker Weiterbildung.

Von den Voraussetzungen über die Kosten bis zur Auswahlhilfe, ob der Teilzeit- oder Vollzeit-Techniker besser zu dir passen.

Zudem beantworte ich dir die wichtigsten Fragen rund um die Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker.

Alles untermauert mit Tipps und Erfahrungen aus meiner langjährigen Berufserfahrung als Techniker.

Jetzt aber nichts wie los.

Techniker Ausbildung: Die Voraussetzungen

Die Voraussetzungen zur Techniker Ausbildung unterteilen sich in zwei grundlegende Anforderungen.

  • Zu Beginn des Techniker Lehrgangs heißt es, die Aufnahmevoraussetzungen der Technikerschule zu erfüllen.
  • Vor dem Abschluss werden noch die Zulassungsvoraussetzungen zur staatlichen Technikerprüfung benötigt.

In der Regel gelten für die Technikerschule folgenden Bedingungen für die Zulassung:

  • Mindestens Hauptschulabschluss
  • Bestandene fachbezogene Berufsausbildung (min. 2 Jahre)
  • Einschlägige Berufspraxis von 5 Jahren (inkl. Ausbildung)

Oder als Alternative zur Berufsausbildung:

  • Einschlägige Berufspraxis von 7 Jahren

Staatlich geprüfter Techniker - die Voraussetzungen zur Techniker Ausbildung

Für die Zulassung zur staatlichen Technikerprüfung brauchst du schließlich eine Bescheinigung der Technikerschule.

Diese bescheinigt dir, dass du erfolgreich am Techniker Lehrgang teilgenommen hast und ausreichend auf die Abschlussprüfung vorbereitet wurdest.

Willst du mit dem Hauptschulabschluss den Techniker machen?

Als Voraussetzung für die Technikerschule ist der Hauptschulabschluss ausreichend.

Aber meine Erfahrung zeigt – gerade am Anfang der Technikerschule überfordert das Mathe-Niveau viele Hauptschüler.

Wenn du deine Mathe-Kenntnisse vor der Technikerschule auffrischst, dann wird dir das nicht passieren.

Wie das geht, erkläre ich dir in folgendem Beitrag.

💡 Ist ein Vorbereitungskurs zur Technikerschule wirklich nötig?

Fakt ist:

Ohne gute Vorbereitung verschwenden viele Schüler zu Beginn der Techniker Ausbildung zu viel Zeit mit Mathematik. Dazu kommt, dass Mathematik die Grundlage für etliche weitere Fächer bildet.

Techniker Ausbildung: Mögliche Technikerschulen

Wenn du staatlich geprüfter Techniker werden willst, findest du hier eine Liste bekannter Technikerschulen in Deutschland.

Die Webseiten der Schulen bieten einen ersten Überblick über die Techniker Lehrgänge. Weitere Details zu den Kosten und der Lehrgangsdauer erfährst du in den Infomaterialien und den Online-Infoveranstaltungen.

Beachte: Dies ist eine gewisse Auswahl an Technikerschulen. Schreibe mir einen Kommentar, wenn ein interessantes Institut fehlt.

Techniker Ausbildung: Kosten und Förderungen im Überblick

Was kostet die Ausbildung zum Techniker?

Die Techniker Weiterbildung kostet in der Regel zwischen 4000 € – 10.000 €. Darin enthalten sind folgende Kosten und Gebühren:

Beachte: Es gibt staatliche Technikerschulen, die den Technikerlehrgang kostenlos oder zu preiswerten Konditionen anbieten. Zum Beispiel die Burkhart-Grob-Schule, bei der keine Studiengebühren anfallen.

Mein Tipp zu den Kosten: Sammle alle Rechnungen und Belege, die im Verlauf der Techniker Weiterbildung anfallen.

Warum?

Das bringt dir eine Steuererstattung von bis zu 42%.

Denn du kannst alle Ausgaben, die in Verbindung mit der Techniker Ausbildung stehen, als Werbungskosten in der Steuererklärung angeben.

Welche Förderungen gibt es für die Weiterbildung zum Techniker?

Für die Teilnahme am Techniker Lehrgang stehen eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten zur Verfügung.

Durch die gezielte Kombination von Förderprogramme lassen sich die Techniker-Kosten um 30 – 100 % senken.

Meine persönliche Erfahrung zeigt:

Die Kosten des Techniker Studiums sind keine Ausgaben, sondern eine Investition in dich selbst.

Wenn du wirklich Interesse an einer Weiterbildung hast, lass dich nicht von den Kosten davon abhalten.

Welchen Titel bekommt ein Techniker nach der Ausbildung?

Du bist „Staatlich geprüfter Techniker“, sobald du die staatliche Technikerprüfung erfolgreich absolviert hast.

Dies ist ein offiziell anerkannter Bildungsabschluss, welcher anhand des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) sogar mit dem Qualifikationsniveau des Bachelors gleichgestellt ist.

Staatlich geprüfter Techniker ist nach der Techniker Weiterbildung auf DQR 6 Niveau
Tipp aus der Praxis:

Als „Geschenk“ zum bestandenen Techniker, wird von den meisten Technikerschulen die Fachhochschulreife bescheinigt. Informiere dich unbedingt vor Vertragsabschluss bei deiner Technikerschule, ob dies der Fall ist oder nicht.

Mit der Fachhochschulreife kannst du nach dem Techniker ein Bachelor Studium an sämtlichen (deutschen) Fachhochschulen starten.

Schaue dir zum Vergleich mein Technikerzeugnis an.

Hast du Fragen über die Techniker Weiterbildung? Schreibe gerne einen Kommentar – ich werde dir helfen, versprochen.

„Staatlich geprüfter Techniker“ vs. „geprüfter Techniker“

Aufgepasst, bevor du mit dem Techniker startest!

Achte bei der Auswahl des Technikerlehrgangs auf die genaue Bezeichnung des Abschlusses.

Viele Institute bieten die Ausbildung zum „geprüften Techniker“ an.

Dies berechtigt aber nicht, den Titel „Staatlich geprüfter Techniker“ zu führen.

Der Abschluss „geprüfter Techniker“ wird nur durch ein Zertifikat der jeweiligen (Techniker)-Schule bescheinigt.

Du bekommst als geprüfter Techniker kein staatliches Abschlusszeugnis. Hier findest du als Beispiel mein staatliches Technikerzeugnis.

Beachte: In der Regel wird der Kurs zum „geprüften Techniker“ günstiger angeboten als der zum „Staatlich geprüften Techniker“. Lasse dich nicht von vermeintlich günstigen Angeboten täuschen.

Techniker Ausbildung in Vollzeit oder Teilzeit machen?

Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Varianten Vollzeit und Teilzeit ist die Dauer des Lehrgangs.

In Vollzeit kannst du den Techniker-Abschluss bereits nach 2 Jahren erreichen, in Teilzeit bzw. berufsbegleitend dauert es 3,5 – 4 Jahre.

Je nach persönlicher Situation haben beide Methoden ihre Vor- und Nachteile.

Doch was passt besser zu dir, die Techniker Ausbildung in Teilzeit oder Vollzeit?

Was spricht für die Weiterbildung zum Techniker in Teilzeit:

Du hast deine Ausbildung abgeschlossen und im Job als Facharbeiter bereits praktische Berufserfahrung gesammelt. Perfekt, dann sichert dir dein monatliches Einkommen bereits einen guten Lebensstandard.

Stelle dir jetzt folgende Frage: „Bin ich bereit, für mindestens zwei Jahre auf meinen Job und mein festes Gehalt zu verzichten?“

Deine Antwort lautet „Nein“. Dieser Entscheidung kann ich unterstützend zustimmen.

Die wenigsten geben ihren festen Job auf, um Vollzeit zur Technikerschule zu gehen. Auch wenn es hart ist, empfehle ich dir, bleib im Job und mache die Technikerausbildung berufsbegleitend.

💡 Tipps und Infos zur Technikerausbildung in Teilzeit

💡 Alle nötigen Infos zum Techniker Fernstudium

Hierzu ein persönlicher Tipp aus der Praxis:

Aus meiner Erfahrung weisen Teilnehmer in der berufsbegleitenden Variante eine hohe Erfolgsquote auf. Vorausgesetzt, sie halten bis zur Abschlussprüfung durch.

Gründe, die für die Techniker Ausbildung in Vollzeit sprechen – Umschulung, „geplante“ Arbeitslosigkeit, BFD-Maßnahme

Wenn du zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen deinen aktuellen Job nicht mehr ausüben kannst, wird oftmals eine Umschulung nötig.

Vielleicht läuft auch dein befristeter Arbeitsvertrag aus oder du kommst von der Bundeswehr und kannst über den Berufsförderungsdienst (BFD) eine Weiterbildung belegen.

All das sind idealen Voraussetzungen für die Weiterbildung zum Techniker in Vollzeit.

Da du nichts zu verlieren hast, empfehle ich dir in dieser Situation den Techniker in Vollzeit. Dann bist du bereits nach 2 Jahren staatlich geprüfter Techniker und kannst voll durchstarten.

Gehalt nach der Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker

Das Gehalt eines staatlich geprüften Technikers hängt von vielen Einflussfaktoren ab. Darunter zählen die Branche und die Region aber auch die Betriebsgröße, das Alter sowie die Berufserfahrung.

Für das Einstiegsgehalt nach der Technikerschule kannst du wie folgt planen.

Nimm deinen aktuellen Facharbeiterlohn und erhöhe diesen um 10 – 20 %. Schon hast du einen Richtwert für das Einstiegsgehalt als Techniker.

Wenn du als ausgebildeter Facharbeiter 3000 € brutto im Monat verdienst, dann darfst du nach der Techniker Ausbildung ca. 3300 – 3600 € brutto vom Arbeitgeber fordern.

Doch wo geht die Reise hin?

Was kann ein ausgebildeter Techniker mit Berufserfahrung verdienen?

Gehaltsniveau nach der Techniker Ausbildung

Diese Info-Grafik zeigt Gehalts-Richtwerte von staatlich geprüften Technikern.

Zusätzliche Infos zur Gehaltsentwicklung als Techniker findest du hier:

💡 Detaillierte Infos zum Techniker Gehalt.

💡 Meine Gehaltsentwicklung vom Azubi zu 75.000 €+ Elektrotechniker-Gehalt.

Mein absoluter Karriere-Tipp:

Hebe dich, durch dein erworbenes Fachwissen und deine Einsatzbereitschaft, von deinen Kollegen ab. Mach dich unentbehrlich.

Wie das geht, ist einfach. Bilde dich, zusätzlich zur Technikerausbildung, täglich in deinem Fachgebiet weiter und werde zum Spezialisten. So sicherst du zunächst deinen Job ab und hast immer gute Argumente bei der Gehaltsverhandlung.

Was hindert dich noch den Techniker zu machen? Schreib deine Meinung gerne in einem Kommentar.

FAQ zur Techniker-Weiterbildung

Was ist ein Staatlich geprüfter Techniker?

Der staatlich geprüfte Techniker ist eine berufliche Aufstiegsweiterbildung. Mit dem Bestehen der staatlichen Abschlussprüfung bist du berechtigt, den Titel „Staatlich geprüfter Techniker“ zu führen. Als Techniker überzeugst du im Handwerk und der Industrie durch tiefgründiges Fach- und Praxiswissen. Zudem wirst du in der Technikerausbildung mit Projekte konfrontiert, um komplexen Zusammenhänge zu verstehen und diese in der Praxis umzusetzen.

Ist die Weiterbildung zum Techniker ein Studium?

Nein, die Weiterbildung zum Techniker ist kein Studium, sondern wird an Fachschulen gelehrt. Dies ist in den Fachschulordnungen der Bundesländer verankert.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Techniker?

Die Techniker-Ausbildung dauert in Vollzeit 2 Jahre. Die berufsbegleitende Technikerschule in Teilzeit dauert zwischen 3 und 4 Jahren.

Was braucht man, um Techniker zu werden?

Die Voraussetzungen für die Techniker-Ausbildung sind in der Regel ein Hauptschulabschluss, einen fachbezogene und abgeschlossene Berufsausbildung sowie eine einschlägige Berufspraxis von rund 5 Jahren (inkl. Ausbildung).

Was kostet die Technikerausbildung?

An staatlichen Technikerschulen werden 500 – 2000 € fällig. Private Schulen berechnen für die Techniker-Ausbildung zwischen 5000 – 8000 €.

Wie viel verdient ein Techniker?

Das Einstiegsgehalt liegt bei 2500 – 3500 € brutto. Das Techniker-Gehalt mit Berufserfahrung beträgt 3200 – 4700 € brutto pro Monat. Mit Personalverantwortung sind monatlich > 5000 – 6000 € brutto möglich.


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Hier bloggt Michael Schmid,

er ist staatlich geprüfter Techniker, Fernstudent und Blogger. Weiterlesen …

Auf diesem Blog schreibt er über seine Erfahrungen im Fernstudium und der beruflichen Weiterbildung.

Mit seinem Motto „ich mach weiter“, überzeugt er seine Leser vom lebenslangen Lernen und unterstützt Sie auf dieser Reise.